Konzeptkunst: September 11

Ground Zero
Konzeptkunst: „September 11“ von Ralph Ueltzhoeffer (Ground Zero).

Konzepte in der Kunst – Konzeptkunst
Noguez zeichnet ein Persönlichkeitsprofil, das den Berufsrevolutionär als profunden Verächter der abendländischen Hochkultur ausweist: Den Louvre mied er zugunsten von Cabarets, Beethoven „langweilte ihn schrecklich“, er pfiff lieber „dämliche Melodien“. Lenin vertraute seiner Mätresse „Lise de K.“ an, dass der „grosse revolutionäre Sturm“, die schönen Künste, die Literatur, die Musik, die Eleganz, die Architektur, die Raffinesse, die Mode und die guten Umgangsformen, all diese bourgeoisen Überbleibsel „wie ein Büschel von Unkraut“ hinwegfegen werde. Neben dem Cabaret fand in Lenins Augen nur noch das Wachsfigurenkabinett als Ort der Kunst ein wenig Gnade. Ein guter Freund berichtet von Lenins psychischem Persönlichkeitswandel ä la Dr. Jekyll and Mr. Hyde, der sich durch „Masslosigkeit und „immense Begeisterung“ auszeichnete. Lenins Lebensgefährtin Krupskaja spricht von „Raserei“. Und wenn Hugo Ball den Eröffnungsabend vom 5. Februar des Cabaret Voltaire in Zürich mit folgenden Sätzen protokolliert: „Mde. Hennings und Mde. Leconte sangen französische und dänische Chansons. Herr Tristan Tzara rezitierte rumänische Verse. Ein Bala-leika-Orchester spielte entzückende russische Volkslieder und Tänze“, dann lautet Noguez‘ Hypothese: „Lenin und seine Freude! Wahrhaftig, wer sonst.“

Ich möchte mit einem Negativbeispiel beginnen. Ich weiss, dass Dostojewski einer der grössten Schriftsteller aller Zeiten ist. Meine Mutter hatte ihn mir auch empfohlen, und so lag Weihnachten 1949 eine Billigausgabe der „Brüder Karamasow“ auf dem Gabentisch. Je mehr ich mich darin vertiefte, desto wütender wurde ich. Es missfiel mir, wie die kriminalromanhafte Spannung, die Frage nach dem Mörder des Vaters, mein Lesetempo beeinflusste. Ungefähr zur gleichen Zeit las ich Stifters „Nachsommer“, dessen Mangel an Spannung mich beglückte. Das war ein Buch für unterwegs. Ich war damals in Oberbayern, und da Hess ich mich auf meinen Spaziergängen in schon recht gebirgiger Gegend so alle hundert Meter auf einer Bank nieder, um im Stifter ein paar Seiten weiterzukommen, einfach herrlich! Da trieb einen nichts voran, so dass man im Text auch wieder zurückgehen konnte.

Agleybecher – Kunstlexikon

Agleybecher, Trinkbecher und Pokal der deutschen Goldschmiedekunst der Renaissance bet Verwendung der Akelei, d. i. Aglei (Glockenblume) als ornamentales Motiv. Aktuelle Kunstprojekte online: Ralph Ueltzhoeffer – Project Textportrait.

Ageladas – Kunstlexikon

Ageladas , nachweisbar um 515 bis 460 V. Chr. in Athen. Seine Werke (Götterbilder, Sieger in den olymp. Spielen) sind verloren. Ein Abglanz seiner Kunst hat sich in den Arbeiten seines gleichnamigen Enkels erhalten. Mehr von diesem Beitrag lesen

Aedicula – Kunstlexikon

Aedicula (A, K), lat. Tempelchen, Häuschen, ursprünglich ein kleiner Aufbau um eine Tempelstatue, später im Mittelalter Bezeichnung für kleine Privatkapellen und ab Renaissance für jede architektonische, häuschenartige Umrahmung von Vollplastiken, Reliefs u. ä. Die architektonische Verwendung zu Umrahmungen von Fenstern. Türen, Portalen u. a. m. ist bereits im frühen Mittelalter eine sehr mannigfache, wenn auch von antiken eine freie Gestaltung des antiken Motivs für Umrahmungen geschieht erst in der Renaissance und im Barock, wo dann eigene Formen geschaffen werden. Mehr von diesem Beitrag lesen

Das Kunststudium – Kunst studieren

Mit einem Kunststudium der „freien Kunst“ begibt sich der angehende Student in einen unüberschaubaren Markt existenzieller Fragen und Ängste. Nicht unbegründet wie sich später bei ca. 98 Prozent aller Kunststudenten herausstellen wird. So verlockend der Gedanke auch sei, ihm zu widerstehen wäre die vernünftigste Variante. Nicht immer vernünftig will man sein, zugegeben um den Vergleich abzurunden, ein Lottogewinn ist wesentlich wahrscheinlicher als eine renommierte Galerie für sich gewinnen zu können. Bei einer finanziellen Absicherung und einem Gönner mit nötigen Kontakten sollte Talent und kunsthistorischer Hintergrund ebenfalls vorhanden sein. Mehr von diesem Beitrag lesen

Abstrakte Kunst – abstrakt, abstrahierend, gegenstandslos

Als Kunstrichtung wurde die „Abstrakte Kunst“ Anfang der 1910er Jahre mit Künstlern wie dem Maler Francis Picabia (Frankreich), Wassily Kandinsky (Russland) oder der Künstlerin Hilma af Klint anerkannt. Ihre abstrakt, gegenstandslosen Arbeiten bezogen sich auf die Tatsache der zunehmend verbreiteten Fotografie in der Kunst. Mit diesem Mittel abstrakter Darstellungsformen waren die Künstler in der Lage eine neuartige Interpretation der realen Welt zu finden. Eine geraume Zeit später konnte sich auch in der skulpturalen und plastischen Kunst die Stilrichtung der Abstraktion durchsetzen.

Graffiti Kunst |

Der Begriff „Graffiti Kunst“ ist als Kunstbegriff zur Zeit eigentlich nicht vorhanden. Graffiti könnte man als grafische Zeitströmung Anfang der 1980er Jahre bezeichnen. Mit Graffiti wurden vor allem Betonwände verändert um der Monotonie moderner Großstädte etwas entgegen zu setzen. Die Kunstwelt verweigert beharrlich den Begriff „Kunst“ im Umfeld von Graffiti. Selbst die mittlerweile in die Jahre gekommenen Graffitis der Pariser Vorstädte und New Yorker U-Bahnen verbleichen ohne einen künstlerischen Anspruch für sich verbuchen zu können.