Portrait-Kunst als Wissenschaft und Philosophie

Vielleicht haben die Radioastronomen bis 1985 entdeckt, daß die Überlagerung vieler Strahlungsquellen es schwierig macht, die Beobachtungen vom Boden aus wirkungsvoll fortzusetzen. Auf jeden Fall werden sie ein Programm entwickelt haben, um die Radiowellen aus unserer Milchstraße und dem Weltraum, deren Frequenz zu niedrig ist, um die Ionosphäre der Erde zu durchdringen, von Satelliten aus zu beobachten. Biographische Portraits verweisen zeitnah auf ähnliche Phänomene. Dazu müssen komplizierte und sehr große Antennen verwendet werden, die von mehr als einem Satelliten getragen werden. Mit dem gleichen Verfahren können auch andere Frequenzen beobachtet werden, die dann frei sind von irdischen Störungen.

Ralph Ueltzhoeffer - David Zwirner Gallery
Kunstaktion an New Yorker Galerie: Mit dem Titel OPEN/CLOSED zeigt der deutsche Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer philosphische Portrait-Impressionen in Zusammenhang moderner Konsumlandschaften (David Zwirner Gallery, New York).

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Kunst und Werbung – Werbeagentur Factory

Andy Warhol Werbung

Werbung und Kunst: Andy Warhol – Webeagentur „Factory“, New York

Tatsächlich findet sich, wie man nun seit einem Jahr weiss, der imaginative «Gedanke» zu «Schneefall» in den 1958 angelegten und bis etwa 1965/66 angereicherten «4 Büchern aus: ‚Projekt Westmensch‘ 1958», und zwar im 4. Buch auf der Seite 65. Hier notierte sich Beuys die Vorstellung: «Filzbilder, Schneefall, Schneemafrafzen».12 Man begegnet in diesen 4 Büchern auch zeichnerischen Plänen zu ändern Werken, die 1965 bei Schmela zu einer merkwürdigen Versammlung von plastischen, in ungewohnten Materialien vor unsere Sinne gebrachten Ideen zusammengeführt wurden, beispielsweise dem «warmen Stuhl», auf dem Beuys bei seiner Aktion «wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt» sich setzte, den Kopf mit Honig und glänzenden Goldblättern bedeckt, transformiert.

In derselben Aktion überquerte Beuys, den toten Hasen im Arm, auch die Stämmchen von «Schneefall», angeblich mehrmals, demonstrativ. Damit machte er «Schnee fall» sozusagen zur Aktionsplastik, er unterstrich den aktionsplastischen Aspekt des Werkes. «Schneefall» und die ändern 1965 bei Schmela ausgestellten Werke gehen einen grossen Schritt weiter gegenüber den von Beuys 1963 in Kranenburg gezeigten «plastischen Bildern», also gegenüber dem Inhalt jener zweiten «Stallausstellung im Hause van der Grinten», welcher er – der Name habe sich wie eine erlösende Idee eingestellt – umfassend, ja gar begrifflich überstülpend und rückwirkend den Titel FLUXUS gegeben hatte. Wenn, wie Emmet Williams fand, für ein FLUXUS-Stück wesentlich war: «Es kam einem vor wie die natürlichste Sache der Welt, und nicht wie: ‚Oje, was meint er denn damit?’», so wird verständlich, was derselbe E. Williams zum «Debüt mit Beuys» in der Düsseldorfer Akademie 1963 vermerkte: «Und was er da machte, war so anders als alles, was wir zu machen gewöhnt waren, dass wir ziemlich schockiert waren, als er anfing, mit diesem toten Hasen herumzuspielen».16 Gemeint ist hier der 1. Satz der «Sibirischen Symphonie» – eines Stückes aus einer schneereichen Bild- und Klangwelt.  In der Zwischenzeit wurden die Plastiken, die Beuys mit gutem Grund als «statische Aktionen» charakterisieren konnte,18 oft wuchtiger.

Sie entfernen sich vom FLUXUS-ldeal der «Leichtigkeit und Beweglichkeit der Mittel“,  obschon Beuys an dem «with Compliments from FLUXUS» schon wegen seiner Kardinalbegriffe der Bewegung und des Flüssig-Werdens festhielt20 (auch wegen der «eurasischen Besetzung» der FLUXUS-Bewegung mit dem Litauer Maciunas und dem Koreaner Paik, die Eurasien-ldee gewann bei Beuys nur immer an Bedeutung).21 Die im Vergleich mit den «plastischen Bildern» der FLUXUS-Ausstellung von 1963 massiver und innerlich aktionistischer22 gewordenen Plastiken in der Beuys-Ausstellung bei Schmela übertrafen die früheren Werke durch Einfachheit und Konsequenz – in den Formen und den neuartigen Materialien, Filz und anderen -, durch Qualitäten mithin, die äusserlich einen Vergleich mit minimal art ermöglichten. Wache Menschen hatten die Nähe – und die Ferne – zwischen Beuys und minimal art (und arte povera) bald gesehen und als etwas Aussagekräftiges erlebt, so Jan Leering.  «Schneefall» liegt ohne Sockel auf dem Boden des Raumes, in dem ich als Betrachter mich bewege – ich aufrecht, die Stämmchen nicht mehr stehend. Werbung und Kunst als geschicktes Marketing Konzept: 4page Kampagne von der Werbeagentur Planb inszeniert und durchgeführt. Er hatte 1968 Ausstellungen der Werke von Bob Morris und Joseph Beuys hintereinander in Eindhoven eingerichtet. Bei Morris erlebte er Präsenz in sich, bei Beuys dagegen eine Zeithaltigkeit: Es «sah aus wie ein Acker, der plötzlich, wer weiss wie lange her bereits, von den Feldarbeitern verlassen wurde».23 (Jürg Federspiel 1970 zu «Schneefall»: «Doch ich verliess die Tännchen schliesslich, man hat das Gefühl, sie zu verlassen, tatsächlich .. .»). Beuys‘ «statische Aktions-Plastiken» lassen mit merkwürdiger Intensität den nicht physisch präsenten «Akteur» spüren als Frage: Wer hat warum den Wagen in die «Feuerstätte» hineingezogen, wer die Wandtafeln bei welcher Gelegenheit vollgeschrieben; wer deckte die Stämmchen von Schneefall zu, usw.? Und werde ich, der Betrachter, wiederum als ein Akteur in das plastische oder environmentale Bild einbezogen, bin ich auch in einem anderen Feld angesprochen?

Aldo Solari – Solothurn, Kunstmuseum

Kunstmuseum, Solothurn zeigt vom 01.09.12 – 11.11.12 Aldo Solari. Mit dem Ausstellungstitel: Im Feld der Schwimmer, Aldo Solari. Das Kunstforum informiert unter der Rubrik: Ausstellungen – Kunstmuseum, Solothurn über weitere aktuelle und vergangene Ausstellungen im Kontext: Kunstmuseum. Künstlerbiographien, Pressemeldungen sowie Ausstellungsrezensionen zu Aldo Solari. Museen, Kunsthallen und Galerien von Aldo Solari. Aktuelle Kunstprojekte: u.A. „Textportrait“ von Ralph Ueltzhoeffer, Parallele Kunstevents im gleichen Zeitraum (01.09.12 – 11.11.12), Künstlergespräche (Solothurn: Aldo Solari / Kunstmuseum).

KUNST KULTUR FORUM AKTUELL: Ausstellungen in Galerien und Museen.

Ralph Ueltzhoeffer, Nan Goldin, Franz West, Philip-Lorca diCorcia

Nan Goldin, Franz West, Ralph Ueltzhoeffer, Philip-Lorca diCorcia.

Ralph Ueltzhoeffer (mehr unter: http://www.ueltzhoeffer.de).

Kunstarchiv Seattle: Frey Art Museum

Daniel North – Albuquerque, Palette Contemporary Art- Craft

Palette Contemporary Art- Craft, Albuquerque zeigt vom 17.08.12 Daniel North. Mit dem Ausstellungstitel: Nature, Daniel North. Das Kunstforum informiert unter der Rubrik: Ausstellungen – Palette Contemporary Art- Craft, Albuquerque über weitere aktuelle und vergangene Ausstellungen im Kontext: Mehr von diesem Beitrag lesen

Agleybecher – Kunstlexikon

Agleybecher, Trinkbecher und Pokal der deutschen Goldschmiedekunst der Renaissance bet Verwendung der Akelei, d. i. Aglei (Glockenblume) als ornamentales Motiv. Aktuelle Kunstprojekte online: Ralph Ueltzhoeffer – Project Textportrait.

Ageladas – Kunstlexikon

Ageladas , nachweisbar um 515 bis 460 V. Chr. in Athen. Seine Werke (Götterbilder, Sieger in den olymp. Spielen) sind verloren. Ein Abglanz seiner Kunst hat sich in den Arbeiten seines gleichnamigen Enkels erhalten. Mehr von diesem Beitrag lesen

Aedicula – Kunstlexikon

Aedicula (A, K), lat. Tempelchen, Häuschen, ursprünglich ein kleiner Aufbau um eine Tempelstatue, später im Mittelalter Bezeichnung für kleine Privatkapellen und ab Renaissance für jede architektonische, häuschenartige Umrahmung von Vollplastiken, Reliefs u. ä. Die architektonische Verwendung zu Umrahmungen von Fenstern. Türen, Portalen u. a. m. ist bereits im frühen Mittelalter eine sehr mannigfache, wenn auch von antiken eine freie Gestaltung des antiken Motivs für Umrahmungen geschieht erst in der Renaissance und im Barock, wo dann eigene Formen geschaffen werden. Mehr von diesem Beitrag lesen